Definition

Myofasziale Triggerpunkte sind außerordentlich verbreitet und werden früher oder später zu einem quälenden Bestandteil im Leben jedes einzelnen. Latente Triggerpunkte, die eine gewisse Steifigkeit und ein eingeschränktes Bewegungsausmaß hervorrufen können, sind weit stärker verbreitet als aktive Triggerpunkte.

Behandlung

Zur Anwendung ischämischer Kompression (Druck) wird der entspannte Muskel bis an die Grenze des Unbehagens gedehnt. Anfänglich wird ein Daumen (Finger) direkt auf den Triggerpunkt gedrückt, um einen erträglich schmerzhaften, anhaltenden Druck zu erzeugen. Sobald das Unbehagen nachlässt, wird der Druck nach und nach durch Hinzunahme des Daumens der anderen Hand so weit verstärkt, wie das notwendig ist. Dieser Vorgang wird bis zu 90 Sek. mit einem Auflagegewicht von 10 bis 15 kg fortgesetzt. Statt der Daumen kann auch mit einem Triggerstab gearbeitet werden.

Nach einer gezielten Befundung werden die auffälligsten Muskeln palpiert/ abgetastet. Man beginnt an den typischen Triggerpunktstellen, sucht verspannte Muskelfaserbündel und in diesen den Maximalpunkt.

Durch Auslösen einer lokalen Zuckungsreaktion und Provokation durch Druck = ischämische Kompression mit der richtigen Dosierung kann der Schmerz des Patienten reproduziert werden. Beides sind typische Erkennungsmerkmale eines Triggerpunktes. Ansonsten spricht man von Tenderpunkten oder Hypertonus. Der Schmerz sollte sich bei richtiger Dosierung nach ca. 10 - 15 Sekunden reproduzieren. Der Körper reagiert mit Tonusabsenkung (Spannungsabsenkung der Muskulatur), der Schmerz verschwindet wieder. Man steigert den Druck erneut, wieder entsteht der Schmerz. Die Reaktion ist eine erneute Tonusabsenkung mit erneuter Schmerzreduktion. Nach einer weiteren Wiederholung ist die Tonusabsenkung meist ausgereizt.

Gesamtdauer pro Triggerpunkt: 60

 

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